15.01.2012
Zehn erlebnisreiche Tage, die wir hauptsächlich auf Neuseelands Südinsel verbrachten, liegen hinter uns. Die Südinsel hatten wir nämlich bei unserem letzten Besuch hier "verpaßt", und das haben wir jetzt ausgiebig nachgeholt. Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten ein Land auf eigene Faust erkunden, das auf kleinstem Raum alle Schönheiten der Erde vereint: Hohe Berge, tiefe Täler, mäandernde Flüsse, Wasserfälle, endlose, einsame Strände, Steilküsten, Wasserfälle, Wälder, Heide, Moor, Marsch und und und.
In Christchurch, wo wir unseren Jeep übernahmen, konnten wir gleich in der ersten Nacht mehrere Erdstöße erleben - Auswirkungen eines größeren Erdbebens weiter nördlich. Das machte uns nicht viel aus, denn wir waren ja schaukelnden Untergrund noch vom Schiff gewohnt. Wir fuhren dann bis in den äußersten Süden. Näher an die Antarktis konnte man mit dem Auto nicht kommen. Auf der zerklüfteten, windumtosten Otega Peninsula konnten wir nicht nur Seevögel wie Albatrosse, Komorane, Pinguine und andere mehr, sondern auch ganz entzückende kleine, erst ein paar Tage alte Seehundbabies beobachten.
Und in dem ganz südlich gelegenen Provinzstädtchen Invercargill entdeckte (und kaufte) Eva auch noch zwei Ölgemälde, die prima ins Erdgeschoß in Ruhpolding passen werden. Der Laden da hieß übrigens passenderweise "Hinterland Gallery".
Bleibenden Eindruck hat uns das Fjordland hinterlassen. Mit seinen Bergen, Flüssen und Seen, seinen Regenwäldern und tiefen, steilen Meeresbuchten schlug es uns für mehrere Tage in den Bann. Wirklich der einzig mögliche Drehort für einen Film wie "Herr der Ringe"! Unserer Faszination konnten selbst die spartanischen Backpacker-Unterkünfte und die Myriaden Insekten keinen Abbruch tun. Die stürmische Fahrt im Milford Sound war ein echtes Abenteuer.
Seit gestern hat uns die Zivilisation wieder. Wir sind jetzt (über Perth und Singapur) auf dem Weg nach Hanoi. Unsere Geschäftspartner dort warten schon auf uns. Ungeachtet des chinesischen Neujahrsfestes sind viele Meetings für uns geplant und organisiert. Es wartet also Arbeit auf uns!