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5 Tage unterwegs


16.08.2010
Mi.: Bilbao ist die größte Stadt im Baskenland und erstreckt sich im Kern sehr beengt beide Seiten des Rio Narvión entlang. Alles ist längs der Uferpromenaden angesiedelt, und als erstes widmeten wir dem Guggenheim-Museum eine Pflichtbesichtigung. Bei strahlendem Wetter verfiel Eva aber dann dem Zauber der alten Innenstadt - vor allem der Einkaufsmöglichkeiten wegen, die sie ausgiebig genoß. Wir werden mit mehr Gepäck heimkommen müssen als geplant!
Do.: Der Weg zur Küste führte uns den Nervión bis zu seiner Mündung hinab. Das war wie ein Gang durch ein riesiges Industriemuseum: Stillgelegte Hafenanlagen und verwaiste Fabriken, und das bei trübem und kaltem Wetter. Dann aber begeisterte uns die älteste Hängebrücke der Welt. In der schwindelnden Höhe von 50 m überquerten wir die Mündung des Flusses in die Biscaya.
Fr.: Weiter ging es westwärts die baskische Küste entlang, und trotz Niesel und Nebel war die Steilküste atemberaubend. Nachmittags klarte es auf, als wir das Baskenland hinter uns ließen und an der Küste Kantabriens weiterzogen. Abends genossen wir das fast 2000 Jahre alte Castro Urdiales, wo wir drei Stunden lang fasziniert die Altstadt mit frühgotischem Dom und Festung erkundeten, bevor wir uns schlafen legten.
Sa.: Bei strahlendem Sonnenschein erwies sich die kantabrische Küste als weitaus schroffer und wilder als die baskische. Wir wollten unbedingt die Ruine von San Julián am mächtigen Bergmassiv von Candina besuchen, was uns Stunden kostete und uns durch eine so einsame, unwirtliche Gegend - die Sierra La Vida - führte, daß wir erleichtert aufatmeten, als wir endlich unser Tagesziel, die Bucht von Laredo unter uns liegen sahen.
So.: In einer kleinen Fähre setzten wir über die Bucht und umrundeten dann zu Fuß den gewaltigen Felsklotz des Buciero (378 m), immer entlang der Steilküste eines der wildesten und schönsten Küstenabschnitte Nordspaniens. Total erschöpft konnten wir von dort zu Dünen und Strand absteigen, denen wir fast 6 km, teilweise watend folgten, um beim Seebad Noja endlich ans Ziel zu kommen.
Montag: Heute ging es weiter nach Santander. Unsere Zweisamkeit fand nun ihr Ende; wir trafen uns mit Micha und Basti, um den Camino del Norte gemeinsam fortzusetzen.