Blog
Tsunamiwanung und - entwarnung


28.02.2010
Heute morgen um sechs Uhr holte uns die Lautsprecheranlage des Resorts aus dem Schlaf: Tsunamiwarnung! Alle halbe Stunde jaulten die öffentlichen Sirenen, und alle Rundfunk- und Fernsehsender teilten mit, wann die große Welle vom Erbeben in Chile hier in Hawaii zu erwarten sei, nämlich um 11:35 Uhr in Oahu. Eine Aufregung sondersgleichen!
Wir hatten keinesfalls vor, die Welle in einem Strandresort zu erwarten; so packten wir ein paar Sachen ein und fuhren in die Berge. Viele hatten die gleiche Idee - ganze Autoschlangen wanden sich die Hügel hinauf, viele hielten am Straßenrand und picknickten. Wir verbrachten die Stunden im Botanischen Garten von Wahiawa - ich auf einem Baumstumpf sitzend, Eva im Gras liegend. Die Zeit schlich dahin. Doch gegen zwei Uhr mittags sagte uns eine eingeborene Hawaiianerin, die ein Radio dabei hatte, daß der Alarm aufgehoben sei: "Hawaii hat die meisten Kirchen, die meisten Prediger, und der Herr hat uns verschont. Hallelujah!" - Da schmeckte uns ein hastiges Mittagessen im nächsten Subway schon viel besser.
Wir kehrten nach Ka Olina zurück; der Pazifik war tiefblau und ruhig, die Sonne strahlte. Wir konnten sogar noch unsere einstündige Strandwanderung absolvieren und den Sonnenuntergang bei einem Eistee und Hulatanz und -musik ausklingen lassen. Ende gut, alles gut!