14.11.2010
Vor acht Tagen fanden wir uns in einem Strandresort wieder - genau auf der schmalen, nur 800 m breiten Nehrung, die das karibische Meer von der Lagune von Nichupté und der Stadt Cancún dahinter trennt. Feinkörniger schneeweißer Sand, dunkelblaues Meer, Wolkengebirge vor glühender Sonne bestimmen hier den Tag. Fragt sich, was man da, mal abgesehen vom Strandleben, sonst noch so unternehmen kann.
Die Halbinsel Yucatán ist ein riesiges, von dichtem Dschungel überwuchertes Kalksteinplateau, und vom Dschungel überwuchert sind auch die Städte der alten Mayas und Tolteken. Mit Führer brauchten wir einen ganzen Tag, um Chinchén Itzá in Augenschein zu nehmen. Es ist die größte bisher freigelegte präkolumbianische Stadt Mexikos. Unglaublich, was diese Leute vor 1500 Jahren mit ihrem Steinwerkzeug an Pyramiden, Tempeln und Observatorien erschaffen konnten, um dann spurlos auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden. Der fast einen Hektar große Ballspielplatz faszinierte uns. Da fanden damals "Pelotaspiele" auf Leben und Tod statt. Klar, daß wir uns am folgenden Tag eine nachempfundene Version des antiken Spiels anschauten: Flott, aufregend, außergewöhnlich, aber ohne tödlichen Ausgang.
Im karstigen Yucatán gibt es unterirdische Wasserläufe, die wir schwimmend erkundeten. Den Rio Paraiso (Paradiesfluß) befuhren wir mit dem Floß. Er trägt seinen Namen zu recht. Wir bestaunten danach die mexikanische Version eines Rodeos. Zum ersten Mal sahen wir auch ein in einen lebenden Baum geschnitztes Kruzifix. Haufenweise gab es mexikanisches Essen, Folklore und Musik. Die Zeit ist uns wie im Flug vergangen.
Gestern haben wir uns in einem Resort an der Reviera Maya, 100 km südlich von Cancún, einquartiert. "Wir", das sind jetzt nur noch Eva und ich. Micha und Basti sind nach Florida geflogen. Wir aber bleiben noch ein paar Tage. Denn am Wochenende wartet ein Seminar in Mexico City auf uns. In unserem einzigartigen Geschäft kann man eben das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden!