10.09.2010
Bevor es in Santiago hieß, Abschied zu nehmen, hatten Eva und Micha noch ein Erlebnis besonders schöner Art: Sie entdeckten ein Schuhgeschäft, in dem sie geschlagene drei Stunden verbrachten und aus dem sie mit reicher Beute heimkehrten. Aber seit Montag sind wir wieder auf uns allein gestellt. Wir beschlossen kurzerhand, uns mit dem Auto langsam durch Spanien bis nach Madrid zu manövrieren, um alle die historischen Stätten zu besuchen, von denen man nur vom Hörensagen weiß. Bei bedecktem Himmel fuhren wir nach Segovia, um den 2000-jährigen römischen Aquädukt, der die Stadt mehrere Stockwerke hoch überquert, mit eigenen Augen zu sehen. Und wir waren wirklich überwältigt: Stein auf Stein und ohne Mörtel zusammengefügt hat dieses Bauwerk Völkerwanderung, maurische Invasion und Bürgerkriege überstanden, ohne wirklich angekratzt zu sein. Die Altstadt von Segovia thront mauerumkränzt, mit Burg und Turm als Masten, wie ein überdimensionales Schiff auf ihrem Felsen über die Hochebene hinaus. Das wird einem besonders bewusst, wenn man wie wir diesen Anblick inmitten eines Unwetters erlebt. Überhaupt machte Kastilien unter dem gewittrigen, dunklen Himmel einen eher drohenden Eindruck auf uns. Wir besuchten auch Avila, Spaniens höchstgelegene und kälteste Stadt mit seiner gigantischen, kilometerlangen, völlig erhaltenen Stadtmauer. Wegen des peitschenden Sturmes unterließen wir es, auf 12 m aufzusteigen und entlang der Zinnen zu marschieren; wir begnügten uns mit dem imposanten Anblick.
Eine Stadt, die wir wirklich ins Herz schlossen, war Toledo. Wir blieben zwei Tage und wurden nicht müde, uns immer wieder in den mittelalterlichen Gassen zu verlieren. Klar besuchten wir El Grecos Meisterwerk in der Kirche Santo Tomé, aber den tiefsten Eindruck machten auf uns die Farben: Ockerfarbene Mauern und Gebäude, umschlossen von den tiefgrünen Wassern des Tajo, alles unter einem dunkelblau leuchtenden, wolkenlosen Himmel! Reichlich versorgt mit kastilischen Spezialitäten (Marzipan, Wurst, Schinken), brachen wir uns am dritten Tag nach Madrid auf.
Dort wartete nämlich Arbeit auf uns: Freitagabend Führungskräftetreffen in Amway Experience Center, Samstag/Sonntag Seminar in der großen Halle. Unsere spanischen, lateinamerikanischen und chinesischen Geschäftspartner waren mit Begeisterung dabei, es gab Ehrungen jede Menge und wir spürten überall die Entschlossenheit, im neuen Geschäftsjahr neue Ziele zu realisieren. Es ist uns gelungen, in Spanien eine Organisation aufzubauen, die dort immer neue Maßstäbe setzt. Auch für Sie, liebe Freunde hat ein neues Geschäftsjahr begonnen: Verlieren Sie keine Zeit. Fangen Sie jetzt an, für Ihre Ziele zu arbeiten!