26.08.2010
Das Land ist lieblicher geworden: Grüne Hügel statt bewaldeter Berge, lange Sandstrände statt felsiger Buchten, gepflasterte Wege statt steiniger Pfade ... Es war wie eine Offenbarung, als wir am Strand von Somo ankamen und auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht Santander, die Hauptstadt Kantabriens, im Sonnenschein leuchten sahen. Allein die Überfahrt war ein Erlebnis.
Überhaupt Santander: Die Stadt ist von wunderschönen, belebten Stränden umgeben. Weil niemand mit mir ins Marinemuseum gehen wollte, mußte ich das allein tun, wanderte aber danach im Abendsonnenschein die ganzen Strände entlang zu unserem Hotel zurück. Allein die Namen: Playa de Los Peligros, Playa de La Magdalena, Playa del Camello, Playa de La Concha, Playa de El Sardinero; und sie alle waren voller unbeschwerter, fröhlicher Menschen.
Unser Hotel war nur ein paar Schritte vom pompösen Kasino von El Sardinero entfernt. Wir haben es aber nie besucht; schließlich haben wir ein profitables Geschäft und sind nicht auf Glück und Glücksspiel angewiesen.
Santander war der richtige Ort, um sich zwei Tage lang von allen Strapazen zu erholen und Kraft fürs Finale zu schöpfen. Was das Schönste war: Michaela und Basti trafen ein, um uns für den Rest des Weges zu begleiten. Natürlich führte uns der erste Weg zur Kathedrale. Die ist wirklich einzigartig. Sie hat drei Stockwerke. Das unterste ist das Gotteshaus aus römischer Zeit. Darauf wurde eine romanische Kirche errichtet, und die ist nun sozusagen der Keller für den darauf ruhenden gotischen Dom. Wir entzündeten ein paar Kerzen und erkundeten dann die Innenstadt mit den vielen Einkaufsmöglichkeiten.
Morgen gehen wir weiter in Richtung Santillo del Mar. Dann werden wir den Küstenweg verlassen, um uns mit spanischen und mexikanischen Geschäftspartnern zu treffen und die letzten 125 km nach Santiago gemeinsam zurückzulegen. Darauf freuen wir uns schon. Wir melden uns wieder, sollten wir unterwegs auf WiFi stoßen.